Tim Gunn hat über ein sehr persönliches Kapitel seines Lebens gesprochen und den schockierenden Grund enthüllt, der ihn dazu brachte, sich in den letzten 43 Jahren für die Ehelosigkeit zu entscheiden.

Der 72-jährige „Project Runway“ -Mentor teilte diese offenen Details kürzlich in Chelsea Handlers Podcast. Gunn erklärte, dass er mit 29 Jahren eine neunjährige Beziehung beendete, die ihn emotional nachhaltig prägte und letztendlich sein gesamtes Privatleben beeinflusste.

Gunn war damals seinem Partner sehr zugetan und bezeichnete ihn als den einzigen Menschen, mit dem er jemals intim gewesen war. Die Beziehung endete abrupt an einem Abend, als sie gemeinsam M *A * S* schauten. Sein Partner sagte ihm, er habe keine Geduld mehr mit ihm und bat ihn auszuziehen. Obwohl Gunn eine eigene Wohnung hatte, lebte er schon seit Jahren mit ihm zusammen, was die Trennung umso schmerzhafter machte.

Der Herzschmerz verschlimmerte sich, als seine Ex-Freundin ihm wiederholte Untreue gestand. Diese Enthüllung war besonders erschreckend, da es Anfang der 1980er-Jahre war, mitten in der AIDS-Krise. Gunn sagte, er habe um sein Leben gefürchtet, da er glaubte, sich mit HIV infiziert zu haben. Im darauffolgenden Jahrzehnt unterzog er sich alle sechs Monate einem Test und blieb schließlich HIV-negativ – was er als enorme Erleichterung beschreibt.

Dennoch blieben die emotionalen Narben. Gunn erzählte, dass immer, wenn er eine neue ernsthafte Beziehung in Erwägung zog, die Erinnerungen an den Verrat so stark wieder hochkamen, dass jegliches Verlangen nach Nähe verschwand. Mit der Zeit gewöhnte er sich an das Alleinleben und die Enthaltsamkeit und fand schließlich Frieden mit dieser Entscheidung.

Beruflich erlangte Gunn 2004 als beliebter Mentor in der von Heidi Klum moderierten Sendung „Project Runway“ Berühmtheit. Bekannt für seine ruhige Art der Anleitung und seinen charakteristischen Ausspruch „Make it work“, wurde er in 19 Staffeln zum Publikumsliebling und gewann dabei einen Emmy.

Gunn verriet außerdem, dass er für die neueste Staffel der Show nicht wieder eingeladen wurde. Er nannte die Entscheidung zunächst „verheerend“, drückte aber gleichzeitig seine Dankbarkeit für seine lange Karriere und sein bleibendes Vermächtnis in der Modewelt aus.

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